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Die ifw Jena forscht mit IVA Schmetz Vakuumofen an metallischen Bauteile

Neue Ofenanlage am ifw Jena in Betrieb genommen

Ofengebundene Prozesse wie Wärmebehandlung additiv gefertigter Bauteile, Ofenlöten oder Diffusionsschweißen sind seit mehr als 25 Jahren ein wichtiger Forschungsbereich des ifw Jena | Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung GmbH. Die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt (SLV) in Duisburg hat mit der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen eine Vereinbarung getroffen: Künftig können Studierende der Westfälischen Hochschule den Abschluss zum/r „Internationalen Schweißfachingenieur/-in“ (SFI) machen. Professorin Dr.-Ing. Ghazal Moeini ist seit rund einem Jahr in Gelsenkirchen Professorin für Werkstoff- und Fügetechnik im Fachbereich Maschinenbau, Umwelt- und Gebäudetechnik. Zu ihrem Lehrgebiet gehört auch die Schweißtechnik. Durch eine Kooperation mit der SLV Duisburg ist es nun gelungen, den Studierenden ein zusätzliches Angebot zu machen: Aufbauend auf Lehrinhalten im Studiengang Maschinenbau können sie den DVS-Lehrgang zum SFI belegen. Den entsprechenden Abschluss erhalten sie dann zusammen mit ihrem Bachelor-Abschluss an der Westfälischen Hochschule.

Das Forschungsinstitut, das zur DVS-Gruppe gehört, verfügt über sechs Ofenanlagen unterschiedlicher Hersteller, um in Forschungsprojekten Ofenprozesse zu entwickeln und zu optimieren, die für die Anwendung in Industrieunternehmen relevant sind. Die Prozesse sind dabei so vielfältig wie die Anlagen am ifw Jena. Neben dem Löten und der Wärmenachbehandlung wird am Institut auch das Diffusionsschweißen von Metallen und Gläsern untersucht. Mit einer neuen Vakuum-Härteanlage wird vor allem die Wärmebehandlung additiv gefertigter metallischer Bauteile weiter erforscht. „Der neue Vakuum-Kammerofen dient dazu, die fertigen Bauteile nach dem additiven Fertigungsprozess zu behandeln und durch die Wärmebehandlung Gefügestrukturen und andere Werkstoffeigenschaften einzustellen, die bei der eigentlichen Fertigung nicht erreichbar sind“, berichtet Dr.-Ing. Simon Jahn, Geschäftsführer des ifw Jena. Das vom Freistaat Thüringen geförderte Vorhaben wurde durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

(ifw Jena/No)